Luftverkehr der Zukunft: Klimaeffizient und für Familien bezahlbar

Wer reist, hinterlässt einen CO2-Fußabdruck. In den Vor-Corona-Zeiten war der Flugverkehr für etwa drei Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung, die wir als Branche ernst nehmen. Der europäische Luftverkehr ist bereits seit 2012 in den EU-Emissionshandel eingebunden. Seit 2020 wächst der globale Luftverkehr zudem klimaneutral. Das regelt das CO2-Kompensations- und Reduktionsinstruments CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) der UN-Luftfahrtorganisation ICAO. Die im internationalen Airline Verband IATA organisierten Airlines haben sich im Oktober 2021 das Ziel gesetzt, bis 2050 netto null CO2-Emissionen aus dem operativen Betrieb zu erreichen. Das bringt den Luftverkehr in Einklang mit dem Pariser Abkommen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C.

Darüber hinaus haben sich die deutschen Luftverkehrsunternehmen verpflichtet, ihre spezifischen CO2-Emissionen um 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr zu senken. Gegenwärtig werden im Rahmen des EU Green Deals „Fit for 55“ auf europäischer Ebene weitere verpflichtende Elemente, wie die Beimischung nachhaltiger Flugkraftstoffe und die weitere Reduzierung kostenfreier CO2-Emissionshandelszertifikate, verhandelt. Dieser Weg zur Dekarbonisierung im Luftverkehr wird von TUI ausdrücklich unterstützt.

Auf den Luftverkehr entfallen 2,8 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Trotz deutlich steigender Passagierzahlen stagniert der Anteil seit Jahren, was den deutlichen Effizienzgewinnen und Technologiesprüngen zu verdanken ist.


TUI investiert in effiziente Flotten

Ein wesentlicher Hebel sind dabei emissionsärmere Flugzeuge. Jede neue Generation verbraucht bis zu 25 Prozent weniger Kerosin. So konnten die CO2-Emissionen der deutschen Airlines pro Personenkilometer seit 1990 um 44 Prozent gesenkt werden. TUI ist mit der eigenen Flotte ganz weit vorne dabei. Im Klimaranking von der unabhängigen NGO atmosfair belegen die britischen und deutschen TUI Fluggesellschaften regelmäßig einen der weltweiten Spitzenplätze unter den 150 geprüften Airlines. Auch während der Pandemie setzt das Unternehmen die bereits geplante Flottenerneuerung mit effizienten Flugzeugen des Typs Boeing 737 MAX fort. Die konsequente Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist auch ein Kernbestandteil der neuen Nachhaltigkeitsstrategie der TUI. Das Ziel ist klar: Bis spätestens 2050 soll die TUI klimaneutral fliegen. Dabei ist besonders eines wichtig: Der Flug in den Urlaub muss für Familien erschwinglich bleiben – der Herausforderung Klimaschutz wird man nicht hauptsächlich mit Verzicht begegnen können, vielmehr sind Forschung und Innovation der Schlüssel für das klimaneutrale Reisen der Zukunft. 


Weitere Potenziale für nachhaltigere Flugreisen heben

Die Politik kann die Rahmenbedingungen für CO2-effienteres Fliegen weiter verbessern:

  • Wettbewerbsneutraler Zertifikate-Handel: Hinderlich für Investitionen in effiziente Flugzeuge ist, wenn der europäische Luftverkehr doppelt belastet wird. TUI setzt sich für eine wettbewerbsneutrale Koexistenz von EU-Emissionshandel und CORSIA ein.
  • Regenerative Kraftstoffe fördern: Nachhaltigen, strombasierten Flugkraftstoffen (SAF) kommt eine Schlüsselrolle zu, um den Luftverkehr zu dekarbonisieren. Dafür braucht es dringend den Markthochlauf von Power-to-Liquid-Kerosin aus erneuerbaren Quellen. Die gemeinsam von Politik und Wirtschaft erarbeitete PtL-Roadmap muss nun konsequent umgesetzt werden.
  • Flugsicherung modernisieren: Mit einer klimaoptimierten Streckenführung kann die Flugsicherung Emissionen reduzieren. Dafür muss sie weiter automatisiert und international harmonisiert werden.