Kreuzfahrten – sicher und nachhaltig

Kreuzfahrten werden bei europäischen Reisenden immer beliebter. Damit gehen auch Fragen nach der Nachhaltigkeit von Kreuzfahrten einher, die sich zum Restart erneut stellen. Die TUI Group setzt sich für die Flotten der Gesellschaften TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Marella Cruises ambitionierte Umweltziele.


Moderne emissionsarme Flotten

Der Konzern betreibt mit 16 Schiffen eine der jüngsten Kreuzfahrtflotten weltweit. Zwischen 2014 und 2019 hat TUI Cruises pro Jahr einen modernen Neubau in die Flotte aufgenommen. Die Mein Schiff Flotte ist damit auf dem neuesten Stand der Umwelttechnik, zum Beispiel bei der Abgasreinigung. Sogenannte Hybrid-Scrubber und SCR-Katalysatoren senken die Emissionen von Schwefel um 99 Prozent, von Stickoxid um 75 Prozent und von Partikeln um 60 Prozent. Auch der CO2-Ausstoß pro Kreuzfahrtpassagier konnte in den Jahren vor der Corona-Pandemie bereits signifikant gesenkt werden. 

Auch Hapag-Lloyd Cruises verjüngt ihre Flotte: Im Juli 2021 wurde der dritte Expeditionsneubau innerhalb von vier Jahren in Dienst gestellt. Wie die Schwesternschiffe kann die HANSEATIC spirit Landstrom nutzen – und damit im Hafen Emissionen vermeiden. Die Neubauten verfügen über einen Katalysator, der den Ausstoß von Stickoxid um fast 95 Prozent reduziert. Bereits seit 2020 verzichtet Hapag-Lloyd Cruises ganzjährig auf Schweröl und betreibt die gesamte Flotte ausschließlich mit dem schwefelarmen Treibstoff Marine Gasöl 0,1 Prozent. Die Schwefelemissionen liegen damit deutlich unter dem auf hoher See geltenden Grenzwert von 0,5 Prozent.


Wirtschaftsfaktor Kreuzfahrten

Eine schnellstmögliche Erholung der Kreuzfahrtindustrie tut auch Europas Wirtschaft gut. Allein in Deutschland betrug der Umsatz 2019 6,6 Milliarden Euro. Insgesamt schafft die Kreuzfahrtindustrie hierzulande 48.000 Jobs und ist in deutschen Werften für 80 Prozent der Kapazitätsauslastung verantwortlich. Nicht zuletzt profitieren auch die Destinationen von den Kreuzfahrtgästen. In Europa nehmen zum Beispiel Restaurants, Souvenirshops und Stadtführer vor Ort pro Passagier und 65 Landgang Euro ein. Zudem lassen sich die Besucherströme bei Kreuzfahrtschiffen besonders gut steuern. Bestes Beispiel ist Dubrovnik, das im Dialog mit den Reedereien durch ein effizientes Kreuzfahrtmanagement Einheimische und Gäste zufrieden stellt.

An Bord schaffen Kreuzfahrtschiffe vielfältige Arbeitsplätze: von Koch und Kellner über den Kapitän und Schiffsarzt bis zum Umweltoffizier. Wichtig dabei zu wissen: Die Seeschifffahrt ist die einzige Industrie mit weltweit verbindlichen Sozialstandards – dank dem Seerechtsübereinkommen der ILO. 

"Der Schlüssel zum Erfolg ist für Destinationen das Kreuzfahrtschiff-Management."

Mato Franković, seit Juni 2017 Bürgermeister der Stadt Dubrovnik


Grüne Hafeninfrastruktur schaffen

Die Kreuzfahrtreedereien gehen in Vorleistung und sorgen für sichere und nachhaltigere Reisen. Aufgabe der Politik ist es, in den kommenden Jahren weitere Anreize für eine grüne Hafeninfrastruktur zu setzen. Beispiel Landstrom: Dessen Einsatz liefert einen wichtigen Beitrag zur lokalen Luftreinhaltung. Weite Teile der Hapag-Lloyd Cruises Flotte sind bereits für Landstrom ausgestattet, und die Mein Schiff Flotte wird bis 2023 sukzessive umgerüstet. In Deutschland bieten nach Hamburg nun auch Kiel und Warnemünde hafenseitige Landstromanschlüsse. Allerdings: Europaweit verfügen die wenigsten Häfen über eine entsprechende landseitige Infrastruktur. Das gleiche gilt für die Betankung mit LNG. Der emissionsärmere Treibstoff ist noch längst nicht in allen Kreuzfahrthäfen verfügbar. TUI setzt darauf, dass sich die LNG-Versorgung bis 2024 deutlich verbessert, wenn ihr erstes LNG-Schiff vom Stapel läuft.