
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, startet die TUI Care Foundation gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das Projekt TUI Field to Fork Western Balkans. Es soll die Lebensgrundlagen im ländlichen Raum stärken, regenerative Anbaumethoden fördern und attraktivere touristische Angebote für Gäste in den drei Ländern schaffen. Durch die Verbindung von Landwirtschaft und Erlebnistourismus unterstützt das Projekt die Gemeinden dabei, widerstandsfähigere und vielfältigere lokale Wirtschaftsstrukturen aufzubauen.
Während der 27-monatigen Projektlaufzeit erhalten 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 90 landwirtschaftlichen Haushalten Schulungen zu nachhaltiger und regenerativer Landwirtschaft, darunter Bodenbewirtschaftung, Anbauvielfalt und Schutz der Wasserressourcen. Die Landwirtinnen und Landwirte nehmen an praktischen Vorführungen, Feldbesichtigungen und Formaten zum Wissensaustausch teil, die dazu beitragen sollen, die Produktivität zu steigern und zugleich die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingten Herausforderungen zu erhöhen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einführung regenerativer Anbaumethoden.
Neben der Vermittlung landwirtschaftlicher Kenntnisse und Fähigkeiten unterstützt das Projekt ländliche Haushalte und Akteure aus dem Tourismus, neue Besuchererlebnisse rund um lokale Ernährungstraditionen, landwirtschaftliche Aktivitäten und das kulturelle Erbe zu schaffen. Durch gezielte Schulungen und Coaching entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr als 20 neue Produkte und Dienstleistungen im Bereich des ländlichen Tourismus, darunter Hofbesichtigungen, kulinarische Erlebnisse und weitere authentische Tourismusangebote. Diese werden über gezielte Marketingmaßnahmen und digitale Kanäle beworben und sollen während der Projektlaufzeit mindestens 1.000 inländische und internationale Besucherinnen und Besucher anziehen.
Im Rahmen von Workshops, Netzwerkveranstaltungen und Matchmaking-Aktivitäten identifizieren Landwirtinnen und Landwirte, Lebensmittelproduzenten, Tourismusunternehmen und lokale Akteure neue Geschäftsmöglichkeiten und bauen mindestens 20 Partnerschaften zwischen Landwirtschaft und Tourismus auf. Diese Partnerschaften sollen dazu beitragen, lokale Produkte und Erlebnisse stärker in touristische Angebote zu integrieren, lokale Wertschöpfungsketten zu stärken und mehr Besucherinnen und Besucher mit ländlichen Gemeinden in Kontakt zu bringen. Bei der Umsetzung arbeitet das Projekt mit nationalen und regionalen Organisationen in den drei Ländern zusammen, um eine möglichst langfristige Wirkung zu erzielen.
Thomas Ellerbeck, Vorsitzender der TUI Care Foundation, erklärt: „Tourismus kann ein starker Motor für die Entwicklung ländlicher Regionen sein, wenn die Menschen vor Ort direkt an den Chancen beteiligt werden, die er schafft. Auf dem Westbalkan besteht großes Potenzial, Landwirtschaft, regionale Lebensmitteltraditionen und Tourismus enger miteinander zu verbinden – und damit neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit ländlicher Gemeinschaften zu stärken. Partnerschaften zwischen Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit sind entscheidend, um dieses Potenzial in langfristige Wirkung zu übersetzen. Gemeinsam mit der GIZ und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verbinden wir lokale Expertise mit der Reichweite des Tourismussektors, um regionale Wertschöpfungsketten zu stärken und dafür zu sorgen, dass ein größerer Teil der durch den Tourismus geschaffenen Wertschöpfung bei den Menschen vor Ort ankommt.“
Indem die Initiative ländliche Gemeinden dabei unterstützt, neue Einkommensquellen zu erschließen, nachhaltigere Praktiken einzuführen und von der wachsenden touristischen Nachfrage zu profitieren, zeigt sie, wie der Tourismus zu langfristiger ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit beitragen kann.
Das Projekt wird von der TUI Care Foundation und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt. Das Projekt ist Teil des globalen TUI Field to Fork Programms, das nachhaltige Lebensmittelproduktion fördert und durch die Verknüpfung mit dem Tourismussektor bessere Einkommensmöglichkeiten für ländliche Gemeinden in Reisezielen wie Portugal, Cabo Verde, Kolumbien, Italien und Tansania schafft.
Die TUI Care Foundation initiiert und unterstützt Projekte, die jungen Menschen auf der ganzen Welt neue Zukunftsperspektiven eröffnen, Natur und Umwelt schützen und die nachhaltige Entwicklung von Urlaubsdestinationen fördern. Dabei setzt die Stiftung auf das Potenzial des Tourismussektors als Motor für gesellschaftliche Entwicklung, Bildung und Wohlstand. Sie baut auf starke Partnerschaften mit regionalen und internationalen Organisationen, um nachhaltigen Wandel zu bewirken. Die TUI Care Foundation ist eine unabhängige Stiftung, die von TUI initiiert wurde. Sie hat ihren Sitz in den Niederlanden.