Tourismus zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern Afrikas. Der Sektor trägt rund sieben Prozent zum BIP des Kontinents bei und sichert Millionen Arbeitsplätze. Doch viel Potenzial bleibt unaus- geschöpft. Daher unterstützen UN Tourism und die TUI Care Foundation mit einer gemeinsamen Initiative gezielt ländliche Regionen und stärken lokale Wertschöpfung.
Das Projekt ist ein Novum: Zum ersten Mal gewährt die Welttourismusorganisation UN Tourism im Rahmen des mit der TUI Care Foundation umgesetzten Small Grants Programme fünf Nichtregierungsorganisationen in vier afrikanischen Ländern direkte finanzielle Mittel und technische Unterstützung. Im Zentrum stehen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker. Sie erhalten neben finanzieller Unterstützung konkrete Hilfe bei Produktentwicklung, Qualitätsstandards und Vermarktung, insbesondere mit Blick auf den Tourismus als Absatzmarkt.
Kickoff für die Kooperation
Thomas Ellerbeck, Vorsitzender der TUI Care Foundation, und die Generalsekretärin von UN Tourism, Shaikha Alnuwais, im März 2026 bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Initiative.
"Diese erste Ausschreibung des Small Grants Programms, die die TUI Care Foundation ermöglicht hat, unterstreicht unser Engagement für gemeindebasierten Tourismus in ländlichen Regionen. Die ausgewählten Projekte legen den Grundstein für kreatives Unternehmertum im ländlichen Raum. Sie fördern wirtschaftliche Teilhabe und stärken die Rolle des Tourismus als Motor ländlicher Entwicklung.“
Shaikha Alnuwais
Generalsekretärin von UN Tourism
Ein Blick in die fünf ersten geförderten Projekte:
- Mosambik: In Gemeinden rund um den Gorongosa-Nationalpark werden Handwerkerinnen und Handwerker gefördert – mit einem besonderen Fokus auf Menschen mit Behinderung. Mehr als 60 Prozent der Teilnehmenden sind Frauen.
- Namibia: Verankert in der indigenen Khwe-Gemeinschaft stärkt das Projekt traditionelle Künste durch Schulungen in Produktentwicklung und kulturellem Storytelling. Ein Kulturzentrum im Bwabwata-Nationalpark wird als Anlaufstelle etabliert.
- Ruanda I: Bis zu 100 Frauen und Jugendliche werden in bildender Kunst und Unternehmertum geschult. Zugleich erhalten sie Zugang zum Tourismusmarkt, um ihre Produkte erfolgreich zu vertreiben.
- Ruanda II: Das Projekt verbindet Naturschutz und Tourismusentwicklung im Busaga-Wald. Geplant sind geführte Waldtouren, die unter anderem Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker ansteuern.
- Tansania: Frauen und Jugendliche der Maasai-Gemeinschaft werden in Kunsthandwerk und Tourismusdienstleistungen geschult. Ziel ist es, kulturelles Erbe in wirtschaftliche Chancen zu verwandeln.