Kiel, 1. April 2022

fairwärts-Sieg für Gebeco und Futouris

Gemeinsames Khwe-Projekt holt den ersten Platz in der Kategorie „Menschenrechte & Partizipation“

Im Norden Namibias unterstützen Gebeco und Futouris gemeinsam mit örtlichen Partnern eine Khwe-Gemeinde. Das Projekt gilt als nachhaltiges Good Practice-Beispiel in der Branche und ist Preisträger im diesjährigen fairwärts-Wettbewerb in der Kategorie „Menschenrechte & Partizipation“. Die Jury des Wettbewerbs überzeugte vor allem der Empowerment-Ansatz und die langfristige Ausrichtung des Projekts, die auch durch die Corona-Krise nicht ausgebremst wurde. „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung unseres Projekts und unser herzlicher Dank gilt den vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen, die dieses komplexe Hilfsprojekt zum Erfolg gemacht haben“, sagt Thomas Bohlander, COO von Gebeco.

Nachhaltige Tourismusentwicklung

Seit 2013 setzt sich Gebeco gemeinsam mit Futouris für eine Khwe Gemeinde nahe des Bwabwata Nationalparks in Namibia ein. Das Ziel: Die Khwe dabei zu unterstützen, ihre Lebensbedingungen durch Generierung von stabilen Einkünften zu verbessern und gleichzeitig ihr reiches und vielfältiges traditionelles Wissen zu bewahren. „Über unsere örtliche Projektkoordinatorin Antje Rahn von ATC Namibia stehen wir im ständigen Kontakt mit der Gemeinde, etwas, das besonders in der Corona-Pandemie extrem wertvoll ist, um schnell und flexibel agieren zu können, damit die Gemeinde die Unterstützung bekommt, die sie sowohl langfristig als auch ganz akut benötigt“, betont Tatjana Peters, Projektmanagerin bei Futouris. Das Ausbleiben der Touristen in der Pandemie stellte eine große Herausforderung für die Gemeinde und ihr Cultural Village da. Um kurzfristig zu unterstützen, organisierten die Projektpartner Lebensmittellieferungen sowie Corona-Schutzimpfungen. Auf lange Sicht wird das Projekt in Zukunft auf zwei Standbeinen stehen. Neben Einnahmen aus dem Tourismus sind mehrere Agrarprojekte und die damit verbundene Wasserversorgung jetzt Bestandteil des Projektes. Wie die Unterstützung gelingen kann, ohne Abhängigkeiten entstehen zu lassen, diskutierten die Projektpartner zuletzt mit Prof. Christian Baumgartner beim Travel Hero Podcast der ITB. „Nachhaltiger Tourismus funktioniert nur dann, wenn die lokalen Communitys in die Entwicklung mit einbezogen werden und die Menschen vor Ort von den Vorteilen profitieren. Es ist besonders die kulturelle Diversität, die eine Reise erlebenswert macht, und wir sehen es als Teil unserer Verantwortung einen Beitrag zu ihrem Erhalt zu leisten“, erörtert Bohlander. Auf mehreren Gebeco Namibia-Reisen besuchen Gäste das Projekt und können so einen Einblick in die Kultur der Khwe gewinnen, die traditionell als Nomaden vom Sammeln und der Jagd lebten und noch immer über einen fantastischen Wissensschatz in Bezug auf Spurenlesen und das Leben in der Wildnis verfügen. Durch die Erklärung ihres Lebensraums zum Nationalpark und des strikten Jagdverbots durch die Regierung haben die Khwe ihr Land und ihre Lebensgrundlage verloren. Hier setzt das gemeinsame Projekt von Gebeco und Futouris an, sodass die Gemeinde ihre kulturelle Identität bewahren und ihre Zukunft mit Perspektive gestalten kann.


Über Gebeco

Gebeco (Gesellschaft für internationale Begegnung und Cooperation) ist mit jährlich rund 55.000 Gästen und 119 Mio. Euro Umsatz (2019) einer der führenden Veranstalter von Studien- und Erlebnisreisen im deutschsprachigen Raum. Seit der Gründung im Jahr 1978 steht Gebeco für Völkerverständigung und verantwortungsbewusstes Reisen. Die nachhaltige Unternehmensphilosophie ist von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft TourCert geprüft und seit 2011 durch das Siegel "TourCert" bestätigt. Im Mittelpunkt stehen authentische Begegnungen mit fremden Menschen und Kulturen. Das Gebeco Portfolio: weltweite Erlebnisreisen, Studienreisen, Privatreisen, Aktivreisen und englischsprachige Adventure-Trips.