Hannover/Paris, 17. Juni 2020

TUI stellt Geschäft in Frankreich neu auf

TUI France vor umfassendem Umbau – Fokus auf Kernmarken und Fremdvertrieb

Die TUI Group setzt den Umbau des Konzerns in Folge der Corona-Pandemie konsequent fort. Für die französische Landesgesellschaft TUI France wurde heute ein umfangreicher Restrukturierungsplan vorgestellt. Künftig wird sich TUI France auf das margenstarke Geschäft mit wenigen Kernmarken konzentrieren. Angebote, die volumenstark sind, jedoch keine ausreichenden Margen erzielen, werden aus dem Portfolio genommen. Das Geschäftsvolumen der TUI France wird sich in diesem Zuge verringern. Zudem soll in Frankreich der Eigenvertrieb mit 70 Reisebüros veräußert oder geschlossen werden.

Als Folge des neu zugeschnittenen Angebots und des veränderten Vertriebsmodells wird das Unternehmen deutlich schlanker. Das Projekt sieht einen Abbau von 583 Stellen vor, wenn die eigenen Reisebüros geschlossen werden. Das entspricht rund 60 Prozent der derzeitigen Belegschaft von TUI France. Die Veränderungen werden nun mit den zuständigen Gremien und Arbeitnehmervertretern in Frankreich diskutiert. Der Zukunftsplan soll der TUI France dann ab 2021 ermöglichen, in die Gewinnzone zu kommen.

TUI France war bereits vor der Pandemie defizitär. In einem strukturell herausfordernden Markt mit hoher Kostenstruktur und geringer Marge hatte das Unternehmen in den vergangenen Jahren Verluste geschrieben. In Folge der Corona-Pandemie hat sich die Lage für die TUI France nochmals deutlich verschärft. Um eine Perspektive für das Unternehmen im Konzern zu schaffen, ist nun ein tiefgreifendes Maßnahmenpaket nötig.

TUI hatte im Mai 2020 mitgeteilt, dass in Folge der Corona-Krise alle Geschäfte überprüft werden, um den Gesamtkonzern sicher durch die Krise zu steuern und ihm eine stabile Zukunft zu geben. Tochter- und Landesgesellschaften, die in den letzten Jahren defizitär waren, sollten neu aufgestellt werden.

Insgesamt will der TUI Konzern die Kostenbasis bei den sogenannten Overhead-Kosten weltweit um 30 Prozent reduzieren. Die Restrukturierung der TUI France ist ein Schritt, TUI wettbewerbsfähiger aufzustellen und dann gestärkt aus der Krise zu kommen.

Über die TUI Group

Die TUI Group ist der weltweit führende Touristikkonzern und in mehr als 100 Ländern der Erde aktiv. Sitz des Konzerns ist Deutschland. Die Aktie der TUI notiert im FTSE 250 sowie im Freiverkehr in Deutschland.

Die TUI Group verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von rund 19 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 893 Millionen Euro. Der Konzern beschäftigt weltweit mehr als 70.000 Mitarbeiter. TUI bietet für seine 28 Millionen Kunden, davon 21 Millionen in den europäischen Landesgesellschaften, integrierte Services aus einer Hand und bildet die gesamte touristische Wertschöpfungskette unter einem Dach ab. Dazu gehören über 400 Hotels und Resorts mit Premium-Marken wie RIU, TUI Blue und Robinson und 18 Kreuzfahrtschiffe, von der MS Europa und der MS Europa 2 in der Luxusklasse und Expeditionsschiffen bis zur Mein Schiff-Flotte der TUI Cruises und Kreuzfahrtschiffen bei Marella Cruises in England. Zum Konzern zählen außerdem europaweit führende Veranstaltermarken, fünf Fluggesellschaften mit 150 modernen Mittel- und Langstrecken-Flugzeugen und 1.600 Reisebüros. Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts mit Hotels, Kreuzfahrten und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen investiert die TUI verstärkt in digitale Plattformen. Der Konzern wandelt sich zu einem Digitalunternehmen.

Die globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist Kern unserer Unternehmenskultur. Die von TUI initiierte TUI Care Foundation setzt mit Projekten in 25 Ländern auf die positiven Effekte des Tourismus, auf Bildung und Ausbildung sowie die Stärkung von Umwelt- und Sozial-Standards. Sie unterstützt so Urlaubsdestinationen in ihrer Entwicklung. Die weltweit tätige TUI Care Foundation initiiert Projekte, die neue Chancen für die kommende Generation schaffen.