Aus der Mein Schiff 1 wird Marella Explorer – in nur vier Wochen

Nach der Taufe und Jungfernfahrt der neuen Mein Schiff 1 vergangene Woche geht nun die bisherige Mein Schiff 1 als Marella Explorer auf Reisen.

Die TUI Group setzt ihre Kreuzfahrtstrategie konsequent fort. Nach der Taufe und Jungfernfahrt der neuen Mein Schiff 1 vergangene Woche geht nun die bisherige Mein Schiff 1 in neuem Gewand der britischen TUI Kreuzfahrt-Tochter Marella Cruises als Marella Explorer auf Reisen. Am Donnerstag finden die Taufe des jüngsten Neuzugangs im Hafen von Palma statt. Das neue Flottenmitglied wurde komplett modernisiert und umgebaut.

Christopher Hackney‍, Managing Director bei Marella Cruises, erläuterte den Umfang der durchgeführten Arbeiten: „Die Explorer ist unsere bislang größte Herausforderung. Bei unseren Schiffen der Discovery-Klassen hatten wir bislang typischerweise eine Werftliegezeit von etwa sechs Wochen. Diesmal hatten wir nur vier Wochen zur Verfügung. Mit diesem Schiff bieten wir unseren Kunden eine noch größere Auswahl und Flexibilität. Das hat gleichzeitig aber auch mehr Arbeit bedeutet. So haben wir neue Konzepte realisiert, wie unsere Indigo Bar, den Champneys Spa und das Eiscafés Scoops. Das waren gewaltige Aufgabe, doch das gesamte Team – die Werftarbeiter, Crewmitglieder, Partner, die Head-Office-Teams, die uns unterstützen, und natürlich das Marella Cruises-Team – haben großartige Arbeit geleistet.“

Der Startschuss zu dem ehrgeizigen Umbauprojekt, fiel am 13. April. Ohne Zeit zu verschwenden, legten innerhalb weniger Tage 800 Werftarbeiter an Bord des Schiffes los, um zu erhaltende Bereiche abzudecken und zu schützen, alte Elemente auszutauschen und die vielen neuen Bestandteile einzubauen, die das Schiff in die neue Marella Explorer verwandelt haben.

Den Handwerkern, Technikern und Ingenieuren schlossen sich zudem 800 Besatzungsmitglieder an. Während der Werftliegezeit durchlief die Besatzung bereits spezielle Schulungsmaßnahmen. Dies vereinfacht die Integration der Crew und hilft ihnen dabei, das Serviceversprechen dem Kunden gegenüber zu erfüllen. Ausgestattet mit Overalls, Schutzhelmen und Sicherheitsschuhen besichtigte das Team das Schiffsinnere, die Außenflächen und selbst die Bereiche unterhalb des Schiffs, um zu sehen, wie einige der Projekte Form annehmen.

Hierzu gehörte der Bau der neuen Flaggschiff-Bar Indigo, des Clubs und des Casinos auf dem oberen Decks des Schiffs mit Rundum-Meerblick. Dieser Bereich, in dem drei Räume zu einem einzigen großen Raum umgebaut wurden, war einer der größten Bauabschnitte an Bord. Er beherbergt nun eine der längsten Bars an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Das erste Champneys Spa auf See war ein weiteres Großprojekt. Es umfasst eine Thermalsuite mit Service, Behandlungssuiten mit eigenen Duschen und Mini-Saunen sowie eine finnische Sauna mit bodentiefen Fenstern.

Hier einige Zahlen, um Tempo und Umfang der durchgeführten zu veranschaulichen:

  • Mit einer Länge von 265,5 Metern und einer Breite von 32,2 Metern sowie 76.998 Bruttoregistertonnen ist die Marella Explorer der größte Neuzugang der Marella Cruises-Flotte.
  • Das Schiff bietet 13 Decks und 962 Kabinen und kann 1.924 Gäste aufnehmen. Nahezu 40% der Kabinen verfügen über einen Balkon.
  • Etwa 1.600 Personen – von Partnern und Werftarbeitern bis hin zum Marella Cruises-Team – leisten mehr als 200.000 Arbeitsstunden, um umfangreiche Umbauarbeiten mit einem Volumen von vielen Millionen Pfund durchzuführen.
  • 45 Quadratkilometer Teppichboden werden verlegt. Hinzu kommen mehr als 70 km Datenkabel und 650 W-Lan-Zugangspunkte.
  • Der gesamte Abfall an Bord des Schiffs wird getrennt gesammelt und soweit möglich recycelt. Wir werden etwa 220.000 Pfund für die Abfallentsorgung aufwenden.
  • Zehntausende Liter Farbe werden aufgebracht.
  • Täglich werden bis zu 80 Kabinen umgebaut.

Derzeit gehören zur Flotte der TUI 16 Kreuzfahrtschiffe. Die Kreuzfahrt-Töchter des TUI-Konzerns, TUI Cruises, Marella Cruises und Hapag-Lloyd Cruises, erhalten 2018, 2019 und 2023 weitere neue Schiffe, um ihre Position im Markt weiter auszubauen.