10. November 2017

Aviation und Nachhaltigkeit: Wie die TUI Gruppe dem Umweltmanagement Flügel verleiht

Nachhaltigkeit ist für TUI ein zentrales Thema. Da der Flugverkehr mehr als 80 Prozent des CO2-Fußabdrucks der gesamten TUI Gruppe ausmacht, steht er in der laufenden Nachhaltigkeitsstrategie „Better Holidays, Better World’“ besonders im Fokus. Zahlreiche Maßnahmen tragen zum umweltfreundlicheren Fliegen mit TUI bei. Beispielsweise existiert seit 2001 ein Treibstoff-Effizienz-Programm, das eine kontinuierliche Verringerung der CO2 -Ausstöße bewirkt. Und bereits heute gehören zu den sechs Airlines der TUI-Flugzeugflotte einige der klimaeffizientesten Fluggesellschaften – insbesondere TUI fly in Deutschland und TUI Airways in Großbritannien (früher: Thomson Airway) haben beim atmosfair Airline Index 2016 sehr erfolgreich abgeschnitten.

Das Ziel der TUI Nachhaltigkeitsstrategie „Better Holiday, Better World“ für den Bereich Aviation ist es, die emmissionseffizientesten Fluggesellschaften Europas zu betreiben und bis 2020 den CO2-Ausstoß pro Passagierkilometer um zehn Prozent zu senken. Mehrere Routen werden genommen, um das Ziel zu erreichen. Eine davon sind Investitionen in modernste Technik. Das ist die beste Methode, um Treibstoff zu sparen. So hat die TUI Gruppe als erster integrierter Touristikkonzern Boeing 787 Dreamliner in Dienst gestellt. Durch ihre leichte Bauweise, bessere Aerodynamik und sparsamere Triebwerke verbrauchen die Supervögel etwa 20 Prozent weniger Kerosin als vergleichbare Maschinen. Bis 2019 schickt TUI 17 Dreamliner auf Reisen. Ab Januar 2018 beginnt zudem die Auslieferung der neuen, umwelteffizienteren Boeing 737 MAX an die TUI Group.

Eine andere Route ist die Nachrüstung: Flugzeuge älteren Bautyps werden mit modernen Technologien ausgestattet, zum Beispiel innovative Split-Scimitar-Winglets. Dabei handelt es sich um aerodynamisch geformte Flügelspitze; die Treibstoff sparen helfen.

Das Augenmerk wird aber nicht allein auf den Luftraum gerichtet – denn auch mit dem, was auf dem Boden geschieht, lässt sich für die Umwelt viel gewinnen. So hat TUI mit dem Amsterdamer Flughafen Schiphol und dem Entsorgungsunternehmen Suez eine Recycling-Anlage entwickelt, die Papier, Glas, Dosen und Kunststoffe aus TUI-Flugzeugen trennt und so eine Wiederverwertung von Wertstoffen ermöglicht. Zudem ist die Senkung des Papierverbrauchs ein Thema. „Neben den Änderungen am Flugzeug selbst spielt die Technologie eine wichtige Rolle für die Art und Weise, wie Flüge durchgeführt werden, und für die Einsatzplanung. Zum Beispiel werden Tablets und Smartphones jetzt für den Flugbestand, die Crew-Anmeldung, den Bordverkauf und eine Reihe anderer Aktivitäten verwendet, die zuvor auf Papier basierten“, betont Magdalena Golebiewska, Umwelt- und Treibstoffmanager der TUI Gruppe. Dutzenden weitere laufende Umweltmaßnahmen kommen hinzu: so zum Beispiel das regelmäßige Reinigen der Triebwerke zur Senkung des Spritverbrauchs, leichtere Sitze, die Optimierung der mitgeführten Wasservorräte zur Gewichtsreduktion der Flüge und das sogenannte „Single-Engine-Taxiing“, bei dem zur Bewegung des Flugzeugs am Boden nur ein Triebwerk verwendet wird, wodurch 40kg Kerosin pro Take-Off gespart werden.

Die langfristige Herausforderung im Aviation-Bereich besteht allerdings darin, eine nachhaltige Alternative zum gegenwärtigen Flugbenzin Kerosin zu finden. Die TUI engagiert sich in Programmen zur Erforschung solcher Flugzeugtreibstoffe der Zukunft. So nimmt TUI am Projekt AlgaePARC in Bonaire teil, das nachhaltigen Flugzeugtreibstoff aus Algen entwickelt. Im ecoDemonstrator-Programm in Zusammenarbeit mit Boeing wird ebenfalls eine nachhaltige Alternative zum Kerosin getestet. Das ist allerdings ein langer Weg. Denn die Treibstoffe der Zukunft müssen nicht nur wirtschaftlich mit Kerosin konkurrieren können, sondern auch qualitativ. Bis zu 50 Parameter müssen zertifiziert werden, bevor ein Treibstoff eingesetzt werden darf. Bis zum Durchbruch bleibt es oberste Priorität von TUI, den Treibstoffverbrauch bestmöglich zu reduzieren.